Haithabu-Tasche

Die neuen Taschenbügel für Yvonne. 

Taschenbügel nach Haithabu-Fund

Einfache aber stabile Eiche.

Mittlerweile habe ich auch noch Lärche und Nussbaum ausprobiert. Und für den Winter habe ich noch Spaltbohlen in Nussbaum und Pflaume, ich hoffe, dass klappt mit dem Trocknen und Hobeln.

Und dann noch die fertige Tasche, mit Leder.

 

 

Schnitzmesser

Mein Haithabu-Projekt 2013

 

Kleines Messer mit Damastklinge ( Rohling von Dictum ) Griff aus bestem Feuerholz, was aufgrund der Maserung viel zu schade fürs Feuer war und als Griff sein Gnadenbrot erhalten hat.

Als Abschluss jeweils eine Knochenscheibe, hinten mit 2 Nieten befestigt.

Laternenbau

Variation der nach der Stadt in Schweden benannten Laterne,

 

ca. 25 cm hoch  und  15 cm Durchmesser,

 

Lederschlaufe und Griff aus Hirschhorn.

 

Die Kerzenrast ist auf einer separaten Platte montiert, so dass Anzünden und Austausch der Kerzen erleichtert wird.

 

Mir ist bewusst, dass diese Lampe wohl eher in eine deutlich spätere Epoche datiert werden muss. Nichtsdestotrotz sorgt sie in vielen Lagern für ein sehr schönes, warmes und in meine Augen auch passendes Licht.

Und mal ganz ehrlich, ich hasse Kienspäne !!!!

 

Zur Zeit tüftel ich noch einer einer passenden Behandlung der Rohhaut um die Lichtausbeute zu erhöhen, und eine Version mit Schweinsblase statt Rohhaut ist auch in Planung.

Die Modelle Ilka und Yvonne, benannt nach den Initiatoren.

Modell Ilka ist ist etwas niedriger als mein erstes Modell, um es besser vor dem Zelt oder auch gerne im Zelt hinzuhängen und trotzdem Bodenfreiheit zu haben. Ausserdem ist es vom Packmass kofferraumschonender.

 

Meine Frau wollte unbedingt etwas kleines für Teelichter haben, und so entstand das Modell Yvonne mit einem modernen Teelicht-Einsatz. Quasi als Wiki-Windlicht.

Beliebt bei den Besuchern und auch von Aktiven als kleines Mitbringsel.

 

Und ja, wenn jemand bedarf hat, ich baue die Lampen auch gerne auf Anfrage.

Unser Reisethron

           Die Einzelteile

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und zusammengebaut.

Die Entstehungsgeschichte eines Reisethrones

 

Irgendwann packt es ja jeden, und so sind wir dann auch des Sitzens auf lehnenlosen Bänken müde geworden, und es wurde der Entschluss gefasst richtige Stühle zu bauen.

Eine günstige Gelegenheit ergab sich, dass in der Nachbarschaft eine Massivholz-Wohnzimmereinrichtung der Sperrmüll anheim gegeben wurde und sich somit preiswertes Material zum Üben für meine noch nicht ganz ausgereiften Schreinerkünste bot.

 

Also erst mal einen Plan gemacht und dann langsam und mit mehrmaligem Nachmessen die Zeichnung aufs Holz übertragen. Dann entsprechend vorsichtig ( wieder mal Nachmessen ) die Einzelteile aussägen und schleifen. Gerade bei den Durchbrüchen habe ich lieber etwas zuviel Holz stehen lassen und danach zu Raspel und Feile gegriffen.

 

Die kleine Keile kann man sich selber mithilfe einer Schablone zurechtsägen, muss man aber nicht, da es genormte Holzkeile fürs Parkettverlegen in jedem Baumarkt für kleines Geld gibt. ( Trotzdem danke an Meister Rickert, der mir erklärt hat, wie man Keile schnell und einfach, und vollkommen gefahrlos mit der Kappsäge selbst herstellt. )

 

Die Sitzfläche habe ich aus Stabilitätsgründen mit einem geleimten Querbrett versehen, da es sonst bei dem verwendeten Leimholz schnell zu Rissen und Spalten kommt.

 

Die Kanten habe ich mit der Oberkopffräse abgefräst und dann schön glatt geschliffen. Zum Schluss noch schön lasiert, wobei ich für die Füße Fensterlack genommen habe, da dort die meiste Feuchtigkeit einwirkt.

 

Für die Dekadenten kann man natürlich auch noch Kissen einlegen, aber vorher natürlich mit dem persönlichen  Wappen besticken ( lassen ).

 

Wenn jemand Interesse hat, die Stühle nachzubauen, kann ich gerne Maßangaben zur Verfügung stellen. Mailt mich einfach an.

 

Ansonsten ist im Karfunkel auch schon mal die Herstellung eines Reisethrones dargestellt worden, allerdings sind da einige Spax-Schrauben allzu sichtbar verwendet worden, was ich eigentlich vermeiden wollte.

 

 

Der Kinderstuhl ist vom Aufbau ähnlich, nur etwas kleiner und die Form der Rückenlehne passt besser in den frühmittelalterlichen Zeitraum.  Mittlerweile haben wir die Rückenlehnen auch bei unseren Stühlen an die eher frühmittelalten Formen angepasst, allerdings immer noch mit sehr hoher Lehne, aber ohne Bogen bzw. Rundung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Gibts auch für Kinder

 

Und weil wir schon bei Kindern sind,

die Wiki-Truhe für unseren  Kleinen.

 

Das Wappen nicht authentische Wappen haben wir beim Stuhl im Rahmen der Lehnenerneuerung gegen eine Yggdrasil-Darstellung getauscht, auf der Kiste bleibt es auf Wunsch des Inhabers  noch vorhanden.

 

 

 

 

 

Meine Werkzeugkiste

 

Der heißeste Tag im Sommer 2012 haben fast alle am Badesee ( oder im Stau dahin ) verbracht, ich habe mich in den relativ kühlen Keller zurückgezogen und endlich eine standesgemäße Werkzeugtruhe gebaut.

Aus Kosten- und Gewichtsgründen zwar leichtes Leimholz. Behandlung mit Tungöl. Ein geiles Zeug, riecht wie Hulle, aber macht einen wunderbaren honigartigen Farbton. ( nach ein, zwei Jahren Ablüften bleibt dann nur die schöne Oberfläche )

Hier hat alles Platz, was man so an Werkzeug auf dem Markt benötigt.

 

 

 

 

 

Und noch ne Kiste

 

 

 

 

Auch Yvonne sollte in den Besitz einer standesgemäßen Truhe für Ihre Kleidung kommen.

 

Das Bauprinzip ist schön häufiger beschrieben worden, so dass ich hier darauf verzichten kann.

Wen es interessiert, eine schöne Anleitung hat der Clann Morgain ins Netz gestellt ( http://www.clann-morgainn.de/handwerk/wikingertruhe.php )

 

Die Verzierung ist eine Abwandlung der Drachen die auf der Brosche von Tara zu sehen sind. ( übertragen auf Butterbrotspapier und dann beidseitig auf die richtige Größe kopiert )

mit Durschlagpapier ( ja, auch im Zeitalter der Computer findet so was noch Verwendung ) auf das Holz übertrag, und dann mit wasserfestem Holzlack ausgemalt,

Selbst für künstlerisch weniger begabte Leute gut handzuhaben.

 

Vielleicht noch was zum Thema Holzbearbeiten.

ich habe die Oberflächen der Bretter nach dem Schleifen leicht angefeuchtet  und dann mit dem Fön getrocknet, dadurch stellen sich auch die feinsten Faser hoch, die ich dann mit Satinierwolle   ( möglichst kein schmirgelpapier ) abgeschliffen habe. Wenn man das 2 oder 3 mal wiederholt, bekommt man eine sehr feine, samtige Oberfläche. Dann zweimal mit Bienenwachs ( oder ähnlichen ) einreiben und dann mit der Wurzelbürste polieren. Auf der Verzierung habe ich es mit der Bürste nicht übertrieben.

 

Beschläge drauf und fertig. ( die Nägel der Lederbeschläge habe ich auf der Innenseit abgeflext, statt sie auf authentische Weise umzulegen und wieder ins Holz zu treiben. Sollte mal ein Leder nachgeben und ausgetauscht werden müssen, sind so die Nägel leichter zu entfernen.

 

Ach ja, um kleine Tierchen aus der Kiste rauszuhalten, habe ich von innen eine Silikonfuge gesetzt. auch nicht unbedingt historisch belegt, aber für die Gezieferphobie von Yvonne ziemlich hilfreich. Ausserdem hat man so ein kleines Rettungsboot für Notfälle. Ich könnte mir vorstellen, dass Wikingertruhen, die auf Schiffen eingesetzt wurden, ähnlich wie die Schiffe, geteert und kalfatert wurden, um den Inhalt zu schützen, allerdings kann ich es nicht belegen, also gabs es das auch nicht.

Webrahmen

 

Der Große für Zuhause

 

Meine kleine Besonderheit, das Barfach.

kann als Ablage für Wolle, Schiffchen aber auch für Gertränke nach Wunsch der Weberin genutzt werden.

Komplett mit innenliegenden Dübelverbindungen gearbeitet, also keine Schrauben oder Nägel.

Der kleine Bruder, ohne Barfach, aber auch ohne Schrauben oder Nägel